Nenn meinen Täter nicht Arschloch!

Warum Täter-Bashing für Betroffene grenzüberschreitend sein kann

[Content Warning: Kommentare auf Abuse-Erfahrungen, im Wortlaut nur Täter-Bashing, Victim-Blaming wird nur erwähnt.]

 Ich habe einen Text über mein Zwangsouting veröffentlicht, der inzwischen, zumindest vorerst, mit einem Passwort versehen ist. (Wer ihn gern lesen möchte, kann mir auf Twitter oder auf tochterkampfstrumpf[at]web.de eine Nachricht schreiben.) Warum? Als ich vor einiger Zeit mehrere Kommentare von völlig unbekannten Leuten auf den Text bekam, war ich zwar erleichtert, dass es sich nicht wie sonst um ungewollte Ratschläge oder sogar Victim Blaming handelte, doch was ich da sah, stimmte mich auch nicht gerade glücklich.

Alle Kommentare machten den Täter fertig, in diesem Fall meinen Vater und ich las häufig „Arschloch“ und Vergleichbares. Einige verstehen womöglich nicht, warum Täter-Bashing ein Problem ist. Deshalb dieser Text.